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Spendenaufruf zur Dokumentation der Leistung von Andreas Silbermann

Dokumentation der Leistung von Andreas Silbermann

Das „Gottfried-Silbermann-Museum“ im Schloss Frauenstein (Erzgebirge) ist aus dem „Heimatmuseum“ der Stadt Frauenstein, welches 1954 eröffnet wurde, hervorgegangen.
Durch die Forschungsarbeit des Gottfried-Silbermann-Biographen Werner Müller (1924- 1999) und seine zielbewusste Arbeit und Sammeltätigkeit unter uneigennützigem persönlichen Einsatz war das erst möglich. Die Sammlung wurde ständig erweitert.
Seit 1983 besteht das „Gottfried-Silbermann-Museum“ als eigenständiges Museum, getragen von der Stadt Frauenstein, und auch heute noch als einziges Museum in Deutschland, welches einem Orgelbauer gewidmet ist.
Als eines der „nichtstaatlichen“ Museen im Freistaat Sachsen unterliegt das „Gottfried-Silbermann-Museum“ auch der Begutachtung seiner Arbeit durch die „Sächsische Landesstelle für Museumswesen, Chemnitz.

Das „Gottfried-Silbermann-Museum“ verwahrt und zeigt seinen Besuchern Dokumente, Akten, Faksimiles, Briefe, Textdarstellungen, Bilder, Stiche, Zeichnungen, Orgel-Bauteile und ein funktionstüchtiges Modell einer mechanischen Schleifladenorgel zum Leben und Wirken Gottfried Silbermanns. “Silbermannsche“ Klänge kann man außerdem am Nachbau eines Orgelpositivs (IoP/8), welches Gottfried Silbermann 1732/1733 für die Dorfkirche zu Etzdorf (unweit von Freiberg/Sachsen) erstellt hatte, im Museum hören.

Seit Jahren mit der gewachsenen Besucherzahl vermehrt sich die Frage:

„Und was ist mit Andreas Silbermann?“

Andreas war nach einer 3-jährigen Tischler-Lehre in Freiberg (Sachsen) um 1699 in das Elsass „ausgereist“ und wohnte seit 1701 in Straßburg. Hier, bei seinem Bruder Andreas hat Gottfried Silbermann in dessen „Orgelmacher-Werkstätte“ seine Kenntnisse und Fertigkeiten zum Orgelbau erlangt, ist dann nach Sachsen zurückgekehrt und hat sich in Freiberg als selbständiger „Orgelmacher“ mit einer eigenen Werkstatt niedergelassen.

Die wiederholten Fragen der Museums-Besucher in Frauenstein nach Andreas gaben den Anstoß, auch zum Leben und Wirken von Andreas Silbermann Materialien zusammenzutragen. Diese Materialien können nun zeigen, was im Vergleich zum Orgelschaffen von Gottfried Silbermann von seinem erfahrenen Bruder Andreas und dessen Sohn Johann Andreas (1712 - 1783 Straßburg) in Jahrzehnten erbracht worden ist.
Das Museum kann dann noch verbessert und verstärkt seinen Darstellungs- und Bildungsauftrag als öffentliches Museum erfüllen.

An dieser Stelle möchte ich nicht alles im Einzelnen aufführen, was zur Erweiterung in das Museum in Frauenstein insbesondere verfügbar ist. Es ist unser Anliegen, die ursprüngliche Leistung der beiden „Orgelmacher“ zu dokumentieren. Die Besucher werden wir mit dem Ausstellungsgut und den Darstellungen sachlich unterrichten und nicht nur einseitig die Berühmtheit der „Orgelmacher“ Silbermann herauszustellen. Auf unzutreffende, wesentliche, in früherer Literatur noch erhaltene unrichtige Angaben zum Leben und Orgelschaffen von Andreas und Johann Andreas wird jeweils hingewiesen.

Die Materialien, die gewonnen sind und für das Museum bereitstehen, müssen dann in Frauenstein präsentiert werden. Doch das kostet alles viel Geld. Die Übertragung von Schriftgut, Abbildungen und dgl. ist die Aufgabe eines Grafik-Unternehmens. Alles soll für die Besucher gut zugänglich und auch gesichert gegen Verderb oder Abhandenkommen untergebracht sein.

Die voraussichtlichen Kosten werden etwa 8.000 bis 10. 000 Euro betragen.

In Anbetracht der überall im Lande vermehrt geübten Zurückhaltung für Aufwendungen in den Finanzhaushalten können vom Gottfried-Silbermann-Museum die Geldmittel für die beschriebene Ergänzung der Bestände durch Ausstellungsgut zu „Andreas Silbermann“ als Bruder und Orgelbau-Lehrer von Gottfried nicht von der Stadt Frauenstein eingefordert werden.
Deshalb wendet sich hiermit das „Gottfried-Silbermann-Museum“ an die Freunde der Orgel und des historischen Orgelbaues mit der

B i t t e u m S p e n d e n

Reiner Hentschel Giesela Müller
Bürgermeister Museumsleiterin